X-City Medien
Da geht noch mehr …
Fangen wir mal an mit einem Weltrekord. Den findet man zwar nicht im Guinness-Buch, doch er "gildet" trotzdem. Aufgestellt hat die Bestleistung in gewisser Weise die hannoversche Firma X-City Medien – ansässig, wie könnte es auch anders sein – am Steintor.

Das ist ja geradezu unheimlich, möchte
man denken: Erst werden am Kiez nicht nur die besten
Partys landauf, landab gefeiert – jetzt arbeiten dort
auch noch echte Genies.
Vielleicht tragen wir gerade ein bisschen dick auf.
Allerdings ist an dieser Story natürlich auch was
dran. X-City Medien ist zuständig für das so genannte
Fahrgastfernsehen in den Stadtbahnen und den Stationen.
Dabei ist es in Hannover mit Bosch-Technologie
weltweit erstmals gelungen, in fahrenden Zügen TV als
Online-Medium einzusetzen. Zum Vergleich: In keinem
ICE gibt es bis heute ein aktuelles Fernsehangebot.
Auch in fahrenden Autos ist das empfangene Bild
– wenn überhaupt – höchst mittelmäßig.
In Hannovers U-Bahnen (bald auch in den neuen Üstra-
Bussen) hingegen ist die Qualität der Übertragungen
exzellent.
Chefredakteur René Schweimler berichtet, dass sich
täglich rund 330.000 Menschen
in Hannover übers Fahrgastfernsehen
informieren. Dazu wurden
768 Monitore in 144 Stadtbahnen
und 11 Großbildschirme
in den Stationen installiert. Mittlerweile
versorgt die Redaktion,
die im Gehry-Tower an der Ecke
zur Reuterstraße ihren Sitz hat,
auch den Stuttgarter Nahverkehr.
Im Juni startet das Fahrgastfernsehen
auch in Hamburg.
Pünktlich zur Fußball-WM:
"Dann werden wir tagesaktuell
bewegte Bilder zu den Spielen
senden", verspricht Schweimler.
An der Grenze zum Kiez fühlt er
sich mit seiner Mannschaft sauwohl: "Wir identifizieren
uns mit dem Standort und gehen selbst gerne abends
mal los. Meine Lieblingsadressen sind der Eve-Club
und das Heartbreak Hotel." Schweimler ist durch und
durch ein Kreativer. So lässt er sich auch kritische
Anmerkungen nicht nehmen und meint dies durchaus
konstruktiv: "Irgendwie fehlt am Steintor eine echte
Currywurst. Vielleicht dazu ein Glas Champagner.
Dieses Konzept funktioniert in anderen Städten auch.
Außerdem würde ich mir mehr wirklich gute Restaurants
wünschen."
Die Aktivitäten am Steintor werden vom Fahrgastfernsehen
kräftig unterstützt. Wer sich über Termine, Feste
und Specials informieren will – in den Stadtbahnen
flimmern die Infos über die Monitore. "Da geht noch
mehr", ist sich Schweimler sicher und meint damit
Steintor und Fahrgastfernsehen gleichermaßen.